Unsere neue Podcast-Serie
In zunächst fünf Folgen widmen sich Zukunftsforscher Michael Carl und Ingo Wittrock von Ricoh Deutschland gemeinsam mit Gästen einem zentralen Thema unserer Zeit: der Transformation der Arbeitswelt. Der Podcast soll inspirieren, Mut machen und aufzeigen, wie Menschen und Unternehmen mit Haltung, Offenheit und echter Verantwortung Zukunft gestalten können.
Die Podcast-Hosts
Michael Carl (links) ist u.a. Zukunftsforscher, Autor, Podcaster und Gründer des Instituts Carls Zukunft. Ingo Wittrock (rechts) ist Regional Marketing Director Central Europe bei Ricoh Deutschland und New Work-Experte. Die beiden empfangen in jeder Folge einen neuen Gast, um unterschiedliche Perspektiven auf die grossen Herausforderungen einzubringen, denen heute insbesondere Deutschlands Mittelstand ausgesetzt ist. Zu den Gästen zählen Unternehmerinnen und Experten, die konkrete Erfahrungen, mutige Entscheidungen und Lernprozesse teilen.
In der 5. Folge dürfen wir gleich zwei Gäste begrüssen: Susanne Tattersall, geschäftsführende Gesellschafterin und Marc-Oliver Dohrenbusch, Head of IT von Tattersall Lorenz. Susanne gilt als eine der markantesten weiblichen Führungskräfte und Impulsgeberin der Immobilienwirtschaft. Marc-Oliver ist seit fast zehn Jahren bei Tattersall Lorenz und verantwortet als Head of IT & Digital Services den reibungslosen technischen Ablauf einer modernen IT-Infrastruktur, die zunehmend auch KI-Elemente beinhaltet.
Susanne und Marc-Oliver beschreiben die Immobilienwelt als langsames System in einer rasenden Zeit. Gebäude werden für Jahrzehnte geplant, KI verändert sich im Wochentakt. Dieser Widerspruch erzeugt Reibung, aber auch eine Chance: Gerade weil Immobilienmanagement ein zutiefst menschliches Geschäft bleibt, wird Technologie hier nicht zum Selbstzweck, sondern zum Prüfstein für Qualität.
In der vierten Folge ist Julia Suhren zu Gast, Inhaberin von SUHREN we know workflow. Für sie verläuft die sichtbarste Trennlinie der digitalen Transformation nicht durch Serverräume, sondern über Schreibtische: Auf der einen Seite türmen sich Ordner, auf der anderen verschwinden Prozesse in Workflows. Zwischen beiden Welten wächst eine Kluft – und sie wird größer. Julia Suren beobachtet diese Spaltung täglich.
"Unternehmen", sagt sie, "bewegen sich selten im Mittelfeld. Entweder arbeiten sie noch stark manuell – oder sie haben Digitalisierung einmal ernsthaft begonnen und entwickeln daraus eine Eigendynamik."
In der dritten Folge rückt Christian Bredlow, Gründer von Digital Mindset, den Fokus weg von Technik und hin zum Menschen. Digitalisierung ist People-IT.
Der Hebel digitaler Transformation liegt nicht in der Technologie, sondern bei den Menschen, die sie nutzen. Wert entsteht dort, wo Sprache klärt, Ängste ernst genommen und Werkzeuge souverän genutzt werden. Wenn KI-Aufgaben in Minuten erledigt, verliert „Zeit gegen Geld“ an Bedeutung – Wissen und Urteilskraft werden zur eigentlichen Währung.
Er findet: „Aus ‚New Normal‘ ist heute ‚New Now‘ geworden. Zukunft ist unberechenbar. Veränderung und Unplanbarkeit kann jedoch auch viel Spaß machen. Wenn die Leute Spaß haben, dann wird es einfacher, mit dem Wandel gut klar zu kommen.“
In der zweiten Folge ist Samir Ayoub zu Gast, CEO von designfunktion und einer der bekanntesten Experten für New Work und moderne Büro- und Arbeitswelten.
In der Arbeitswelt beginnt die stärkste Veränderung oft mit einer Verschiebung der Perspektive. Samir Ayoub bringt genau diese Verschiebung auf den Punkt: Raum ist kein Container für Arbeit – er ist ein aktiver Mitspieler in der Transformation von Organisationen. Wer heute noch Büros als neutrale Flächen denkt, verpasst das enorme Potenzial, das in der räumlichen Gestaltung steckt: Identität, Kultur, Produktivität – all das lässt sich buchstäblich bauen.
Er betont: „Raum wirkt! Raum hat eine unglaublich starke Kraft und ist ein Beschleuniger für Transformation, weil Veränderung erlebbar und greifbar wird.“
Den Anfang macht der erste Gast Christian Leder, Abteilungsleiter für Infrastruktur und Informationstechnologien bei der Berliner Volksbank.
Die 80 Jahre alte Genossenschaftsbank hat in den letzten Jahren durch die Modernisierung ihrer Hauptverwaltung „Quartier Volksbank“ ein neuartiges, menschenzentriertes Arbeitsplatzkonzept mit enormem Einfluss auf die Unternehmenskultur geschaffen. Der Bau der neuen Zentrale wurde zum Experimentierraum für Beteiligung und Selbstverantwortung. Die Mitarbeitenden konnten aktiv mitgestalten, Regeln wurden gemeinsam entwickelt, und Führung wurde neu gedacht.
Christian Leder sagt: „Über die Beteiligung der Mitarbeitenden kriegt man selbst eine Bank in Bewegung. Der entscheidende Punkt ist es, das ganze Thema als Prozess und nicht als Projekt zu sehen. Mitarbeitende dürfen und sollen an den ständigen Veränderungen teilnehmen.“